Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Alte Bäume

Im Dorf gibt es im öffentlichen Raum mehrere alte Bäume. Von einigen ist das Pflanzjahr bekannt. Zwei Arten, Linden und Kastanien, wurden in den vergangenen zwei Jahrhunderten gepflanzt. Die Bienen bringen bei der Blüte der Linden Leben mit ihrem Summen in die Bäume; das freut den Imker, während bei der Blüte der Kastanien, wenn die Blütenkerzen das Grün stellenweise zurückdrängen, sich die Kinder bereits auf die Früchte zum Basteln im Herbst freuen. Als Ruhebaum für Tauben, Elstern und Stare aber auch für die Schleiereulen, die schon viele Jahre im Kirchturm nisten, sind diese hohen Bäume beliebt. Bei einem Gang durch das Dorf werden diese Bäume jedem Einwohner auffallen.

Die jüngsten Kastanienbäume befinden sich um das Gasthaus "Hohe Warte". Nach dem Bau des Gasthauses im Jahr 1913 wurden etwa zehnjährige Bäume vor dem Haus und im Bereich des Saales und auf dem anschließenden Sport- und Kinderspielplatz gepflanzt. Sie haben demnach ein Alter von etwa 110 Jahren.

 

Die Kastanienbäume an der Gaststätte "Hohe Warte" überragen den anschließenden Saal und den ehe-maligen Kinderspielplatz. Ein Foto, aufgenommen von dem zukünftigen Baugebiet "In der Muld".

Vor der ehemaligen Schule steht eine Linde, die umgangssprachlich als "Kaiserlinde" bezeichnet wird. Besser wäre eigentlich die Bezeichnung "Friedenslinde", weil dieser Baum nach dem Friedensschluss des Krie-ges 1870/71 auf Befehl des Kaisers mit einem großen Fest gepflanzt wurde. Wegen ungenügender Pflege ist dieser Baum eingegangen und wurde 1872 in aller Stille durch einen neuen Baum ersetzt. Diese Linde ist also mindestens 143 Jahre alt.

Unterhalb der Kirche standen zwei Kastanienbäume.  Ein Baum wurde in den 30er Jahren beseitigt.

Diese Bäume wurden 1860, erst nach dem großen Dorf-brand 1825, an der damals noch als Anger bezeichneten Straße gepflanzt. Eine Ersatzpflanzung für die eine gefällte Kastanie erfolgte 1995.

Der "Lindenplatz" hat seinen Namen nach den hier 1715 gepflanzten Linden, die den Tanzplatz des Dorfes einfassten. 1850 wurden neue Linden nachgepflanzt, die heute noch vorhanden sind. Die Linden haben ein Alter von etwa 165 Jahren.

 

 

 

 

Im Bereich des Dorfbrunnens stehen mehrere Kastanienbäume und eine Linde. Drei Kastanien haben einen Umfang in einem Meter Höhe von 257 bis 278 cm, nur die vierte Kastanie schwächelt mit 220 cm. Daraus ergeben sich etwa folgende Altersangaben für die Kastanien 165 Jahre und die Linde etwas mehr.

Weil das Alter der Bäumchen beim Pflanzen nicht in der Chronik erwähnt wird, kann mit dem dort angegeben Pflanzjahr 1860 eine gute Überein-stimmung festgestellt werden.

 

Auch weiter abwärts stehen “Am Rosenborn“ Kastanien- und Lindenbäume. Diese wurden erst 1876 ge-pflanzt. Auf dem Foto sind noch mehr Linden zu sehen, jedoch wurden einige Bäume, im Foto auf der rechten Straßenseite, bei der Neugestaltung 1993 beseitigt. Der große Kastanienbaum an markanter Stelle hat einen Stammumfang von 252 cm. Sein Alter liegt bei etwa 175 Jahren. Damit ist er von den bisher genannten der älteste Baum. Das kleine eingeschossige Haus in unmittelbarer Nachbarschaft dahinter steht auf der Stelle des früheren Backhauses. Hier war das Ende des Dorfes in früheren Jahrhunderten.

 

Es gibt aber noch einen Methusalem. In der jetzt als „Sportplatzweg“ genannten Gasse steht diese Kastanie; 

 

es muß richtig heißen stand. Vom 7. zum 8.  Juli 2015 gab es in Salomonsborn recht stürmische Winde, manchen sagen, es sei sogar eine Windhose gewesen. Dabei brach ein großer Teil der Krone, fast zwei Drittel, in etwa vier Meter Höhe ab. Personen kamen dabei nicht zu Schaden.

 

 

 

Aber der Rest des ehemals stattlichen Baums wurde auch noch beseitigt, bevor nochmals ein Sturm den verbliebenen Teil abbricht. Der Um-fang beträgt 365 cm in ein Meter Höhe und der mittlere Durchmesser 156 cm. Unter Berück-sichtigung der Tatsache, dass der Baum voll-ständig frei stand, ergibt sich ein errechnetes Alter von etwa 240 bis 250 Jahren.

Das Auszählen der Jahresringe erweist sich als sehr schwierig, weil der Kern verfault ist. Trotzdem habe ich mehr als 280 Jahresringe zählen können. Vielleicht war der Baum über 300 Jahre alt.